CARL DAU

Carl Dau wuchs in Brandenburg auf. 1960 beginnt er eine Seemannsausbildung in Bremen, danach fährt er vier Jahre bei der Handelsmarine. Mit 23 Jahren begann er die Goldschmiedelehre.  Seit 1996 arbeitet Carl Dau mit seinem Team im Werkstatt- und Atelierhaus in Berlin. Im Gegensatz zur handwerklichen Fertigung wird, indem viele Teile bezogen werden, kompromisslos auf die Leistungsfähigkeit moderner Maschinen, auf die Präzision und das immer gleiche Erscheinungsbild der maschinellen Erzeugnisse gesetzt. Im Gegensatz zur industriellen Fertigung aber, wo in weiten Bereichen immer noch eine quasi-handwerkliche Formensprache gepflegt wird, wird hier die maschinelle Teilefertigung nicht verschleiert, sondern sichtbar gemacht.

Was seine Arbeiten von künstlerischen Unikaten unterscheidet, ist die scheinbar entpersönlichte Sachlichkeit der Lösungen sowie die von Zufällen und Emotionen befreite Gestaltung der Teile. Sicher entspricht diese Gestaltungsweise den Ambitionen des Gestalters; sie folgt aber vornehmlich und mit zwingender Notwendigkeit aus dem Seriencharakter dieses Schmucks.